Was kann Mallorca von Ibiza lernen?

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Ibiza hat in Bezug auf illegale Ferienwohnungen bedeutende Fortschritte erzielt, was zu Überlegungen führt, ob Mallorca von diesem Modell lernen kann. Ein genauerer Blick zeigt, dass einige Aspekte übertragbar sind, während andere aufgrund der unterschiedlichen Gegebenheiten Mallorcas angepasst werden müssen.

Ibizas Erfolge, insbesondere die Reduzierung illegaler Ferienwohnungen, sind beachtlich. Die Insel verzeichnete einen Rückgang der illegalen Angebote, eine leichte Reduzierung der Tagesgäste und gleichzeitig eine höhere Auslastung der legalen Unterkünfte. Diese Resultate wurden durch eine Kombination aus politischer Prioritätensetzung, abgestimmten Kontrollen und der Zusammenarbeit mit Vermietungsplattformen erreicht.

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Für Mallorca sind diese Zahlen zwar interessant, aber die Insel ist größer, dichter besiedelt und heterogener. Palma steht vor anderen Herausforderungen als die ländlichen Gemeinden oder die Partystrände im Osten. Zudem sind die politischen Zuständigkeiten zersplittert, und der Wohnungsmarkt ist angespannt.

Ein Moratorium verhindert die Erweiterung des legalen Angebots, was die Situation zusätzlich verkompliziert. Viele Hotels investieren in höhere Kategorien mit weniger Zimmern, was die Gesamtzahl der verfügbaren Betten reduziert, während die Nachfrage hoch bleibt. Ohne zusätzliche legale Angebote bleibt die Versuchung für Eigentümer bestehen, illegal zu vermieten.

Um von Ibiza zu lernen, müsste Mallorca eine ähnliche Kombination aus politischer Entschlossenheit, effektiven Kontrollen und Kooperation mit Plattformen anstreben, während gleichzeitig die spezifischen Herausforderungen der Insel berücksichtigt werden müssen.

Quelle: Agenturen